Pflegestärkungsgesetz II - wichtige Änderungen ab 1.1.2017

Hier sehen sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen ab 2017:

  • Die Pflegebedürftigkeit wird neu definiert (§ 14 SGB XI).
  • Es wird ein neues Begutachtungsverfahren (NBA) eingeführt (§§ 14, 15, 18 SGB XI).
  • Die drei Pflegestufen einschließlich der erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (bis zum 31. Dezember 2016: § 45a SGB XI) werden durch fünf Pflegegrade ersetzt (§ 15 SGB XI).
  • Der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung wird um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent (2,8 Prozent für Kinderlose) angehoben (§ 55 SGB XI).
  • Die einzelnen Leistungen werden mit neuen Leistungshöhen für die fünf Pflegegrade hinterlegt.
  • Für ehrenamtliche Pflegepersonen werden künftig Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung gezahlt. Voraussetzung ist, dass sie mindestens 10 Stunden  pro Woche, verteilt auf regelmäßig mindestens 2 Tage pro Woche einen oder mehrere Pflegebedürftige mit mindestens Pflegegrad 2 pflegen (§§ 19, 44 SGB XI). Während einer  Pflegezeit nach dem PflegeZG werden für Pflegepersonen allerdings keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge mehr gezahlt (§ 44a SGB XI).
  • Ein Beratungseinsatz kann künftig halbjährlich auch von Versicherten mit Pflegegrad 1 oder von Versicherten, die ambulante Pflegesachleistungen beziehen, in Anspruch genommen werden (§ 37 Abs. 3 SGB XI).
  • Der so genannte Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro im Monat ersetzt den  bisherigen Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Er kann nahezu identisch verwendet werden (§ 45b SGB XI).
  • Die niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote werden in Angebote zur Unterstützung im Alltag umbenannt und umfassen Betreuungsangebote, Angebote zur Entlastung von Pflegenden und Angebote zur Entlastung im Alltag (§ 45a SGB XI).
  • Die Pflegehilfsmittel-Empfehlungen in Pflege-Gutachten gelten als Antrag auf Leistungsgewährung, sofern der Versicherte zustimmt (§ 18 Abs. 6a SGB XI).
  • Für die Begutachtung im Übergangszeitraum 2016/2017 wird geregelt, dass bei Antragstellung bis zum 31. Dezember 2016 die Begutachtung nach dem alten Begutachtungsverfahren und bei einer Antragstellung ab dem 1. Januar 2017 nach dem Neuen Begutachtungsassessment erfolgt (§ 140 Abs. 1 SGB XI).
  • Versicherte, die am 31. Dezember 2016 einen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung haben, werden zum 1. Januar 2017 automatisch von Pflegestufen in Pflegegrade übergeleitet. Eine Antragstellung oder erneute Begutachtung ist also nicht erforderlich. Die Zuordnung zu dem Pflegegrad wird den Versicherten von der Pflegekasse oder von dem privaten Versicherungsunternehmen schriftlich mitgeteilt (§ 140 Abs. 2 SGB XI). Für die Überleitung gilt:
Pflegestufe:
O + erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (EA)
I + EA:
II
II + EA
III
III Härtefall (HF)
III + EA
III + HF
Pflegegrad
2
3
3
4
4
5
5
5
 
  • Durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sollen sich die Versicherten, die am 31. Dezember 2016 bereits Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, nicht verschlechtern. Daher bleibt der übergeleitete Pflegegrad dem Versicherten für die Dauer des Versicherungsfalls erhalten. Liegt keine Pflegebedürftigkeit mehr vor, entfällt jedoch dieser Bestandsschutz. Wird ein höherer Pflegegrad festgestellt, gilt dieser (§ 140 Abs. 3 Satz 1 SGB XI).
  • Der übergeleitete Pflegegrad bleibt auch erhalten bei einem Wechsel der Pflegekasse, des privaten Versicherungsunternehmens oder bei einem Wechsel von privater zu sozialer Pflegeversicherung oder umgekehrt (§ 140 Abs. 3 Satz 2 bis 4 SGB XI).

 

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden, auch Ihre Krankenkasse kann Sie über die Änderungen informieren.

Der Deutsche Bundestag hat am 13. November 2015 das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) beschlossen.

 Diese Verbesserungen treten bereits zum 1. Januar 2016 in Kraft:

  • Die Beratung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen wird verbessert. Die Pflegekassen benennen feste Ansprechpartner für die Pflegeberatung. Pflegende Angehörige erhalten einen eigenen Beratungsanspruch. Die Zusammenarbeit aller Beratungsstellen vor Ort wird gestärkt.
  • Der Zugang von Pflegebedürftigen zu Maßnahmen der Rehabilitation wird gestärkt, indem die Pflegekassen und Medizinischen Dienste wirksame Verfahren zur Klärung des Rehabilitationsbedarfs anwenden müssen.
  • Die Qualitätsmessung, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der Pflege wird weiterentwickelt. Dabei wird der so genannte Pflege-TÜV grundsätzlich überarbeitet und vor allem der Ergebnisqualität wird größere Bedeutung gegeben. Dazu wird wissenschaftlicher Sachverstand herangezogen und die Entscheidungsfindung durch einen entscheidungsfähigen Qualitätsausschuss beschleunigt.
  • Seit Ende 2014 unterstützt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigte für Pflege, Staatsekretär Karl-Josef Laumann, die flächendeckende Einführung einer vereinfachten Pflegedokumentation (Strukturmodell) in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Das PSG II stellt klar, dass die zeitliche Entlastung der Pflegekräfte durch das neue Pflegedokumentationsmodell nicht zu Personalkürzungen führen darf. 
  • Patientinnen und Patienten, die nicht dauerhaft pflegebedürftig sind, erhalten nach einer Krankenhausbehandlung Anspruch auf Übergangspflege (häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe sowie Kurzzeitpflege) als Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung durch Regelungen im Krankenhausstrukturgesetz.

Weitere Änderungen treten erst ab dem 1.1.2017 in Kraft - wir werden Sie in Kürze darüber informieren.

Erfolgreich bestandenes Examen 2015

Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Examen -

Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin

beim ambulanten Pflegedienst mobilitas erfolgreich abgeschlossen

 

Der ambulante Pflegedienst mobilitas sorgt für seinen eigenen Nachwuchs in der Pflege - seit der Eröffnung 1995 haben bereits 6 examinierte Altenpflegerinnen ihre Ausbildung bei uns erfolgreich abgeschlossen.

 

Auch in diesem Jahr freuen wir uns mit Frau Stephanie Dörfler über ihr erfolgreich bestandenes Examen. Die Ausbildung fand in Kooperation mit der AWO Altenpflegeschule in Saarbrücken statt. Frau Dörfler hat während ihrer 3jährigen Ausbildung bei uns die ambulante Pflege „von der Pike“ auf kennengelernt. Wir gratulieren Ihr ganz herzlich und freuen uns, dass sie seit dem 1.10.2015 unser Team als examinierte Altenpflegerin bereichert.

 

In Kooperation mit den Altenpflegeschulen leiten wir im Rahmen unseres Ausbildungskonzepts die Auszubildenden zum selbstständigen und fachgerechten Arbeiten an und sorgen für eine gestärkte Persönlichkeit als Grundlage für die Anforderungen im späteren Berufsleben.

 

Ganz besonders bedanken wir uns auch bei unserer Praxisanleiterin Frau Diana Hirsch, die unsere Auszubildenden anleitet und unterstützt und ihnen stets bei allen praktischen und theoretischen Fragen zur Seite steht.

Stephanie Dörfler und Diana Hirsch

 

20 Jahre

 

ambulanter Pflegedienst mobilitas…

 

 

Am Samstag, den 13.6.2015 haben wir unser

 

20jähriges FIRMENJUBILÄUM

 

in unseren Geschäftsräumen gefeiert. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen die da waren und mit uns gefeiert haben und für die zahlreichen Glückwünsche und Geschenke.

 

Ihr Team vom

ambulanten Pflegedienst mobilitas

 

Pflegestärkungsgesetz ab dem 1. Januar 2015

Ab dem 1. Januar 2015 ist das Erste Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einen Überblick über alle wichtigen Änderungen und Neuerungen zusammengestellt. Diese sehen Sie hier: