Informationen

Damit Sie einen ersten Überblick über die Leistungen bei Pflegebedürftigkeit bekommen, haben wir für Sie einige wichtige Informationen zusammengestellt.

 

Was leistet die Pflegekasse?

  • Sachleistung: Die Pflege wird durch einen Pflegedienst durchgeführt.
  • Pflegegeld: Die Pflege wird von einem Angehörigen durchgeführt.
  • Kombination: Die Pflege wird von einem Pflegedienst für einen festgelegten, monatlichen Betrag durchgeführt.

 

Bei der Einstufung werden vier Kategorien betrachtet: Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung. Je nach Bedarf des jeweiligen Patienten wird dann in Pflegestufen eingeteilt. Diese unterscheiden sich wie folgt:

 

Pflegestufe 0

Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die keiner Pflegestufe zugeordnet sind (Pflegestufe 0) erhalten zusätzlich zu dem bisherigen Betreuungsgeld von 104 Euro (Grundbedarf) bzw. 208 Euro (erhöhter Bedarf), auch Geld- oder Sachleistungen. Die Pflegekasse trägt Leistungen des Pflegedienstes bis zu 231 Euro monatlich. Das Pflegegeld beträgt maximal 123 Euro.

 

Pflegestufe 1:

Personen, die bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung Unterstützung benötigen. Die Grundpflege muss dabei wöchentlich einen Tagesdurchschnitt von 45 Minuten betragen. Die Pflegekasse trägt Leistungen des Pflegedienstes bis zu 468 Euro. Das Pflegegeld hingegen beträgt maximal 244 Euro. Wenn Angehörige den Pflegedienst unterstützen, bezahlt die Pflegekasse eine Kombination aus Pflegegeld und Sachleistung.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen kann ein Betrag von 104 Euro in Anspruch genommen werden.

 

Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Für Demenzpatienten der Pflegestufe 1, die zuhause von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden, stellt die Pflegekasse 689 Euro zur Verfügung. Das Pflegegeld beträgt maximal 316 Euro.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen kann ein Betrag von 104 Euro (bzw. ein erhöhter Betrag von 208 Euro) in Anspruch genommen werden.

 

Pflegestufe 2:

Personen, die mehrmals täglich Hilfe bei der Grundpflege und mehrmals in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung in Anspruch nehmen müssen. Dabei muss der Tagesdurchschnitt der Grundpflege bei zwei Stunden liegen, insgesamt müssen drei Stunden aufgebracht werden. Die Pflegekasse zahlt in dieser Stufe monatlich 1144 Euro, das Pflegegeld liegt bei maximal 458 Euro. Auch hier ist eine Kombination aus Pflegedienst und Sachleistung möglich.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen kann ein Betrag von 104 Euro in Anspruch genommen werden.

 

Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Für Demenzpatienten der Pflegestufe 2, die zuhause von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden, stellt die Pflegekasse 1298 Euro zur Verfügung. Das Pflegegeld beträgt 545 Euro.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen kann ein Betrag von 104 Euro (bzw. ein erhöhter Betrag von 208 Euro) in Anspruch genommen werden.

 

Pflegestufe 3:

Personen, die bei der Grundpflege rund um die Uhr Hilfe benötigen und auch bei der hauswirtschaftlichen Versorgung mehrmals in der Woche auf Unterstützung angewiesen sind. Insgesamt muss der wöchentliche Tagesdurchschnitt hier bei fünf Stunden liegen, wobei vier Stunden davon auf die Grundpflege entfallen müssen.

Die Pflegekasse finanziert hier einen Betrag von monatlich bis zu 1612 Euro für den Pflegedienst. Das Pflegegeld liegt bei maximal 728 Euro monatlich. Auch hier ist eine Kombination aus Pflegedienst und Sachleistung möglich.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen kann ein Betrag von 104 Euro in Anspruch genommen werden.

 

Pflegestufe 3 mit eingeschränkter Alltagskompetenz:

Hier entsprechen die Leistungen und Vorraussetzungen der Pflegestufe 3.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen kann ein Betrag von 104 Euro (bzw. ein erhöhter Betrag von 208 Euro) in Anspruch genommen werden.

 

Härtefälle werden mit bis zu 1995 Euro monatlich unterstützt.

 

Durch das neue Pflegestärkungsgesetz haben sich ab 2015 einige Änderungen ergeben und verbesserte Leistungen ergeben:

 

Pflegebedürftige und Demenzpatienten können jetzt neben den bisherigen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung auch häusliche Betreuung als Pflegesachleistung in Anspruch nehmen. Dazu zählen z.B. Hilfe, Unterstützung und Beaufsichtigung im häuslichen Umfeld und Aktivitäten zur Gestaltung des Alltags.

 

Pflegebedürftige der Pflegestufen 1,2 und 3 ohne eingeschränkte Alltagskompetenz können ab 1.1.2015 auch den Betrag von 104 Euro für zusätzliche Betreuungsleistungen erhalten.

 

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